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Abwasser von Wasserenthärtungsanlage

Die Salzkonzentration in den Wasserenthärtungsanlagen ist oft so hoch, dass damit die vom Enthärter-Harz aufgenommenen Kalziumkarbonate im Rahmen des Regenerationsprozesses abgespült werden. Wenn das Abwasser direkt aus der Wasserenthärtungsanlage in die Kleinkläranlage gelangen würde, zerstört es dort die natürlichen biologischen Vorgänge und die Kleinkläranlage arbeitet danach mehr fachgerecht oder stellt früher oder später die Funktionen völlig ein. Abwasser aus der Wasserenthärtung sollte also separat entsorgt werden, damit die Funktionen der Kleinkläranlage nicht gestört werden.

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es zurzeit?

Gesetzliche Vorgaben sind zum Beispiel im Art. 75 Abs. 1 Nr. 4 GG des Abwasserabgabengesetzes (AbwAG) und in § 54 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) findet man den rechtlichen Rahmen für die Entsorgung des Abwassers. Abwasser wird dort so definiert, dass Wasser und Niederschlagswasser, das durch den häuslichen Gebrauch, die gewerbliche Nutzung die landwirtschaftliche Verwendung sowie einen anderweitigen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert hat, als Abwasser entsorgt werden muss. In der Abwasserverordnung sind die Mindestanforderungen verankert, der Stand der Reinigungssysteme sollte beispielsweise immer auf dem neuesten Stand sein. Der Verursacher der Abwassermenge zahlt die Kosten für das Sammeln und Aufbereiten des Abwassers, Vermieter legen die Kosten für die Abwasserbeseitigung anteilig auf die Mieter um.

Darf das Abwasser selber entsorgt werden?

Die Wasserwerke liefern das Wasser, wie soll nach der Benutzung mit und ohne Verunreinigungen das Abwasser wieder entsorgt werden? Wasser, dass ohne Fäkalien ist und auch sonst kaum Spuren der Verunreinigung aufweist, wird Grauwasser genannt, Gelbwasser besteht aus Urin mit Spülungswasser und Braunwasser ist eine Mischung aus Toilettenpapier, Fäkalien und Spülungswasser. In herkömmlichen Haushalten werden alle drei Formen des Abwassers vermischt, in der Kanalisation gesammelt, später an die entsprechende Abwasserstelle geleitet und komplett entsorgt. Das Abwasser von Industriebetreiben ist aber oft so durch chemische Anteile strak verunreinigt, dass es erst neutralisiert werden muss, bis es durch die allgemeine Kanalisation entsorgt werden kann. In Europa wird das Abwasser in eine Kläranlage geleitet, eine eigenständige Entsorgung ist grundsätzlich nicht möglich, weil Fachleute für die notwendige Umsetzung der Hygienevorschriften sorgen müssen. In genehmigten Einzelfällen kann ein Anschluss an die Kanalisation in Form einer eigene Kleinkläranlege ins Haus eingebaut werden, um die daraus entstehende Wärmeenergie für die Beheizung des Hauses zu nutzen. Für Regenwasser gibt es „Anlagen zur Niederschlagswasserbeseitigung“, weil das Niederschlagswasser meistens nicht so stark verschmutzt ist, wie andere Abwasserarten.

Kleinkläranlagen und Wasserenthärtungsanlagen

Die Entwicklung hat bei Wasserenthärtungsanlagen Fortschritte gemacht, allerdings ist die passende Auslegung der Enthärtungsanlage mit einer sehr sparsamen Verwendung von Salz die Basis für den reibungslosen Betrieb. Mit dem Gegenstromverfahren wird das Wasser in der Wasserenthärtungsanlage von unten nach oben geleitet. Die bessere Harzausnutzung ist eine Alternative zu herkömmlichen Gleichstromverfahren bei dem das Wasser von oben nach unten transportiert wird. Rund die Hälfte des Regeneriersalzes lässt sich auf diese Art und Weise pro Regeneration sparen. Ein Wasserenthärter ist nur mit dem Gegenstromsteuerventil beim Ionenaustausch wirksam, messbare Ergebnisse zeigen die Wirksamkeit der Wasserenthärtungsanlage präzise an.


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